1 Yoramar

Gliederung Sachtextanalyse Beispiel Essay

Eine besonders schöne Glosse für die Sachtextanalyse (bzw. Analyse nicht fiktionaler Texte) findet sich in der taz vom 7.10.2004. Volltext mit Arbeitsaufträgen/Aufgabenstellungen und Lösungs-/Interpretationshinweisen auf Abiturniveau (Update).

Originalbeitrag vom 20.10.2004, ergänzt um das Aufsatzkonzept von uni-protokolle.de 01.02.2010

Der Text eignet sich hervorragend für das Analysetraining in der Oberstufe und die Vorbereitung auf’s Abitur, da Sprache, Inhalt und Intention eine hohe Kongruenz aufweisen. Wir danken der taz (die tageszeitung) für die freundliche Genehmigung zur Weiterverwendung dieses Textes.

Hinweise zur Analyse/Interpretation

Thema und Kritik des Textes: Profanste Fragen der Fußballwelt werden in den Medien zu existenziellen Problemen aufgebauscht. Schon die antithetisch aufgebaute Überschrift weist auf die Vermischung von Ätherischem (“Phönix”) und Obszönem (“Hartplatzschlacke”) hin.

Entsprechend thematisiert der Autor im ersten Absatz die vielen, “den Weg allen Fleisches überdauernden Fußballfragen” (3), die “enorm an Gewichtung” (5) gewinnen, negiert ihre Wichtigkeit jedoch umgehend, indem er sie - trotz ihrer angeblichen Bedeutung - im weiteren Verlauf des Textes völlig ignoriert und sich einer anderen wichtigen Frage zuwendet: der “Quartiersfrage” (10). Einer akribischen Darstellung des kleingeistigen Streitens (“handgestoppten 45 Minuten” (20)) schließen sich eigene Lösungsvorschläge an, deren hohes Maß an Ironie nahelegt, dass der Autor in keiner Weise an einer Lösung interessiert ist:

Meine Familie und ich zum Beispiel wären bereit, ein, zwei Nationalspieler, gern auch mit ihren Spielerfrauen, während der WM bei uns einzuquartieren.

Z 37f

Daraus ergibt sich ein neuer Streitpunkt - die Töchter des Verfassers wollen nur Oliver Kahn aufnehmen. Zum Glück kann auch hier eine Lösung gefunden werden, der Kreis schließt sich, und das Obszöne, die Hartplatzschlacke, wird verklärt: Die Frau des Autors verspricht, dem potenziellen Gast Jens Lehmann den Dreck von den Adiletten zu putzen.

Auf sprachlicher Ebene wird die angesprochene Diskrepanz ebenfalls sichtbar. Penetrant und zwanghaft wird der Fußballjargon bemüht, was sich in unorthodoxen Vergleichen (“wie ein überraschender Abpraller vom Innenpfosten vor die Füße des einschussbereiten Stürmers” (12f)) und holprigen Metaphern (“Klinsmann habe die Quartierfrage wohl kalkuliert vom Stadionzaun gebrochen” (28f)) zeigt. Die Berichterstattung der Medien wird ironisch imitiert, die vorgebliche Kompetenz derjenigen, die über die trivialen Fragen der Fußballwelt sinnieren, pejorisiert - in die Hartplatzschlacke gezogen, sozusagen.

Update 01.02.2010:

Aufsatzkonzept - Einleitung, Inhaltswiedergabe, Intention des Autors, sprachliche Analyse

In den Foren von uni-protokolle.de wird der Text besprochen. Wir danken uni-protokolle.de für die freundliche Genehmigung zur Weiterverwendung.

[...]
Ich schreibe nächste Woche meine Abschlussklausuren und bereite mich momentan auf Sachtextanalysen vor und habe mir deswegen einen Text aus dem Internet geholt.
Ich würde gerne verbesserungs Vorschläge und Tipps haben. [...]
1. Einleitung:
Die Kolumne „Phönix aus der Hartplatzschlacke“ von Fritz Tietz, die am 07.10.2004 in der „taz“ erschienen ist, behandelt die immer lächerlicher wirkenden Diskussionen im heutigen Profi-Fußball.

2. Thematik:
Vor einiger Zeit war eine der wichtigsten Fragen im Fußball noch, ob der Ball im Tor ist oder nicht.
Doch Heutzutage beschäftigt man sich im Profi-Fußball längst nicht mehr nur mit solchen Fragen, sondern viele Kleinigkeiten sind in den Vordergrund gerückt.
Z.B. ist die Wahl des richtigen Trainers in den letzten Jahren lange im Gespräch gewesen und nachdem dieser dann endlich gefunden wurden ist, ist jetzt sogar die Wahl des passenden Quartiers ein heiß diskutiertes Thema.

3. Inhaltswiedergabe:

Im einzelnen arbeitet der Verfasser die in den Vordergrundstellung von unwichtigen Fragen des heutigen Profi-Fußballs in folgenden Sinnabschnitten heraus:

In der Einleitung schreibt er, dass sich zu den grundlegenden Fragen des Fußballs immer mehr Fragen dazugesellen würden, wie z.B. die Frage nach dem richtigen Trainer. (Z. 1 – 9)

In einem ersten Abschnitt (Z. 10 – 24) schreibt er, dass durch die Wahl von Jürgen Klinsmann als Bundestrainer neue Probleme aufgetaucht wären, denn die Mannschaft hätte geäußert, dass sie mit dem Schlosshotel Lerbach in Bergisch Gladbach als Hotel und die BayArena in Leverkusen als Trainingsplatz nicht zufrieden wären. Dies würde daran lägen, dass die Busfahrt vom Hotel zum Stadion zu lange dauern und die Geläuf der BayArena zu verletzungsanfällig wären.

Der Autor behauptet im zweiten Abschnitt (Z. 25-31), dass es seither viele Spekulationen geben würde. Es würde vermutet werden, dass Jürgen Klinsmann die Quartierfrage nur angesprochen habe, weil er seinen Alleinentscheidungsanspruch in allen sportlichen Belangen signalisieren wolle.

Daran anschließend führt er im dritten Abschnitt, als Lösung 2 Beispiele auf. Man könne es wie zuletzt bei der Wahl des offiziellen WM-Posters machen und das Fußballvolk darüber entscheiden lassen oder, wie es seine Empfehlung wären, die Nationalspieler bei Familien unterbringen.
Er würde sich sogar bereit erklären ein, zwei Nationalspieler und deren Spielerfrauen, währen der WM bei sich einzuquartieren.

Am Ende seiner Kolumne schreibt Fritz Tietz noch, dass seine beiden Töchter nur Oliver Kahn als WM-Gast haben wollen würden. Aber da dieser 2006 gar nicht mehr im Nationalteam sein werde, schlug er zur Freude seiner Frau Torwart Jens Lehmann vor, den diese sogar jeden Morgen die Adiletten putzen würde.

4. Intention des Autors:

Fritz Tietz weist durch seine sarkastisch-deftige Kolumne auf bedenkliche Entwicklungen im Profi-Fußball hin.
Mittlerweile wird viel Energie für Dinge verschwendet, die neben dem Spielfeld passieren, d.h. die Rahmenbedingungen für die Spieler sind fast wichtiger geworden, als der Erfolg selber.
Der Autor schildert dies damit, dass vor einigen Jahren noch andere Dinge die Spieler und die Fußballgemeinschaft beschäftigt haben und sich heute auf viele unwichtige Dinge konzentriert wird.
Dies würde zwangsweise dazu führen, dass die Spieler und die Funktionäre das eigentliche Ziel aus den Augen verlieren würden und am nach ewigen sinnlosen diskutieren nicht mal die Vorrunden überstehen würden und deshalb auch für die wenigen Tage irgendwo untergebracht werden könnten.

5. Sprachanalyse:

Mit viel Witz und Sarkasmus zieht der Autor über die Probleme des Profi-Fußballs her und wirkt dabei wie ein Appell an die Leser solche Diskusionen mal kritischer zu betrachten.
Hierbei bedient er sich im vorliegenden Text einer eher simplen Sprache und möchte somit jede gesellschaftliche Schicht erreichen.
Durch viele Vergleiche zeigt er auf, wie lächerlich der Fußball mittlerweile in einigen Bereichen geworden ist, wie z.B. der Vergleich zwischen den „Weg allen Fleisches überdauernden Fußballfragen“(Z.3) und den heutigen Fragen nach dem richtigen Trainer oder der Frage der Ehre.
Jedoch ist dies ein Text, der mit etwas Fußballkenntnis vorrausetz, damit man die Botschaft versteht.
Er benutzt viel Fußballjargon und für Menschen mit weniger Fußballwissen könnten einige Aussagen etwas unklar erscheinen wie z.B. „Zahl oder Adler?“ oder „Abseits oder gleiche Höhe?“ (Z.2).
Auch kommt viel Umgangssprache vor wie „Adiletten“ (Z. 47) oder „Bolzplatz“ (Z.41) wodurch der Text sehr locker wirkt und sich leicht lesen lässt und durch den Verbalstil ist er auch sehr lebendig und persönlich.
Insgesamt herrscht aber eine negative Stimmung gegenüber dem heutigen Profi-Fußball und dies wird auch durch einige Metaphern deutlich gemacht.
Er vergleicht die immer neu entstehenden Fragen und Probleme der Fußballer mit dem Phönix der aus der Asche steigt und schreibt hier „Wie ein Phönix aus der Hartplatzschlacke“ (Z.13)
Seine Aussagen belegt er mit tatsächlichen Ereignissen, wie z.B. die Wahl von Jürgen Klinsmann, wodurch seine Argumentation gestärkt wird.

uni-protokolle.de, Foren -> Deutsch-Forum -> Sachtextanalyse, dort Beitrag von FaustI

Aus der Diskussion über die Qualität dieser Konzeption:

Deine Argumentationsstruktur scheint in Ordnung zu sein. Ich würde weiterhin Zeile für Zeile analysieren und auch sprachliche Mittel herausfiltern, die den Inhalt des Textes verdeutlichen. Leider kann ich nicht auf den Link zugreifen, da mein Explorer meint, dass er nicht funktioniere. Aber beachte, dass da gar nicht so wichtig ist, da man eine ausführliche Analyse auch ohne den Originaltext verstehen muss.
[...]
Zitate kommen überall dort hin, wo du irgendeine Meinung aus dem Text zitieren willst und auch bei dem Stilmitteln. Theoretisch verwendest du überall Zitate, um den Zusammenhang zwischen deiner Analyse und dem Originaltext herzustellen. Denn Zitate sind grundlegend nichts anderes als Textbelege und unterstreichen somit deine eigene Analyse, da deine Standpunkte so an Hand und Fuß gewinnen, wenn du ihre Richtigkeit durch ein Zitat nachweist.
[Auf die Frage nach sprachlichen Mitteln:]
Allgemein: - hypotaktischer Satzbau
- Ironie

- rhetorische Fragen
- Metaphern (z.B. “Hoch schießen seither die Spekulationen”)
- Alliterationen

uni-protokolle.de, Foren -> Deutsch-Forum -> Sachtextanalyse, dort Beiträge von Divilish Girl

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pcfreak92
Full Member




Anmeldungsdatum: 17.12.2006
Beiträge: 220

Verfasst am: 22 Feb 2009 - 07:48:03    Titel: Sachtextanalyse - bitte bewerten!

Guten Morgen,

ich sollte folgenden Text analysieren:
http://www.zeit.de/2008/21/Tibet-China

Ich habe dazu folgende Analyse geschrieben:
Strukturierte Inhaltsangabe: ,,Tibet als Prüfstein“

In dem Zeitungsartikel ,,Tibet als Prüfstein“, der von Helmut Schmidt verfasst und in der Tageszeitung „Die Zeit“ im Juni 2008 veröffentlicht worden ist,werden die Hintergründe des Konflikts zwischen China, Tibet und dem Dalai Lama aus verschiedenen Sichtweisen beleuchtet, woraus Schmidt auf einen Kompromissvorschlag schließt.

Der Zeitungsartikel, der einem Essay gleicht, gliedert sich in drei Hauptabschnitte, wobei der einführende Abschnitt (Z. 1-61) zunächst über die aktuelle Ausgangssituation informiert.
Im ersten Sinnabschnitt wird die aktuelle politische Lage zwischen den Ländern China und Tibet (Z.1-21),die sich in den letzten Wochen immer weiter zugespitzt hat, beschrieben, bevor Schmidt auf die bisherige Geschichte, vor allem in politischer Hinsicht, zwischen den asiatischen Nachbarländern eingeht (Z. 22-61).
Der Hauptteil (Z. 63-178) beschäftigt sich zu Beginn mit den verschiedenen Positionen der Beteiligten und den gegenseitigen Einwirkungen, sodass Schmidt zunächst die Einflüsse Chinas auf Tibet charakterisiert, wobei er besonders die Entwicklungshilfe von China für Tibet betont (Z. 62-89). Daraufhin wird die Rolle des Dalai Lamas und der Mönche dargestellt(Z. 89-107), da nicht nur der Dalai Lama und China Einfluss auf diesen Konflikt nehmen, sondern die Mönche dabei ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.
Anschließend stellt Schmidt die chinesische Politik gegenüber Tibet dar (Z. 119-147), in der er verschiedene Ursachen für den Konflikt sieht. Als weitere Gründe nennt er die Fehler des Dalai Lamas (Z. 147-160), sodass alle Beteiligten verantwortlich sind und damit diesen Konflikt verursacht haben. Im letzten Sinnabschnitt verweist er auf deshalb einen strategischen Kompromiss als Lösungsmöglichkeit (Z.161-177), in dem gegenseitige Zugeständnisse als unumgänglich dargestellt werden.
Im letzten Teil des Artikel weist Helmut Schmidt Lösungsvorschläge auf(Z.179-Ende), wobei er seine persönlichen Schlussgedanken äußert und vor allem Empfehlungen an die deutsche Bevölkerung, aber vor allem an die deutsche Politik äußert, sodass er in Zukunft ein neutrale Rolle empfiehlt.

In dem Artikel stellt er zunächst die verschiedenen Hintergründe dar, dabei versucht er zunächst einen objektiven Einblick in die Problematik zu geben, doch bereits bei der Darstellung der Ursachen, und vor allem bei der Bewertung und der anschließenden Empfehlung, lässt sich seine subjektive Meinung zunehmend erkennen.

Zunächst versucht Helmut Schmidt mit der Überschrift ,,Tibet als Prüfstein“ Interesse zu wecken, sodass sich der Leser fragt, wofür Tibet ein Prüfstein darstellt, sodass er zum weiter lesen animiert wird. Der daraufhin folgende Untertitel erweitert das Thema, sodass dem Betrachter bewusst wird, was ihn im Folgenden erwartet.
Anschließend gibt Helmut Schmidt eine Einführung in die Thematik , bevor er weitere Hintergründe erklärt, die für das Verständnis unbedingt notwendig sind, schließlich auf die Gründe und Ursachen für den Konflikt eingeht und abschließend zu einer Bewertung des Konflikts kommt, sodass er eine Empfehlung für Deutschland gibt.
Bei der Darstellung des Artikels fällt die Hervorhebung des Autors auf, sodass dieser bereits am Anfang des Artikel genannt wird. Da es sich um den Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt handelt, erwartet der Leser automatisch eine gewisse Seriosität und erhofft sich damit einen „lesenswerten“ Artikel, in dem er grundlegend über eine Thematik informiert wird.

Bei seiner Darstellung verwendet Helmut Schmidt mehrere sprachliche Gestaltungsmittel, um einzelne Aspekte zu betonen, zugleich aber auch die Seriosität des Textes zu wahren und vor allem um seiner Meinung Nachdruck zu verleihen.

Im gesamten Artikel verwendet Schmidt eine sachliche Sprache, die den Betrachter informiert und die Erläuterung des Konflikts als objektiv darstellt.
Helmut Schmidt greift bei seiner Darstellung auf mehrere „Mode- und Reizwörter“ zurück, sodass er bereits in der Einführung des Textes Interesse weckende Wörter verwendet und die Problematik und die Bedeutung dieses Konflikts verdeutlicht wird (,, Menschenrechte“ Z. 2; „CNN“, „olympische Spiele“ Z.7).
Darüber hinaus wählt der Autor an manchen Stellen Wortarten die zu einem seine Intention darstellt, die Menschen informieren zu müssen (Untertitel, Z.197-200), zugleich aber auch Personal-, Demonstrativ-, Possessiv- und Reflexivpronomina benutzt, wodurch die einzelnen Zusammenhänge eng verstrickt wirken.
Dieses wird im weiteren Verlauf fortgesetzt und es treten immer wieder vereinzelte Reizwörter, aber vor allem Fachbegriffe (,,notaebene“ Z. 26; „autokratisch“ Z. 34; „Autonomie“ Z. 93), auf, die die Komplexität der Hintergründe weiter verschärfen.
Schon im Aufbau der Sätze und dem wiederholten Wechsel zwischen Parataxe und Hypotaxe werden Argumente betont. In der Einleitung wird der argumentative Teil in Hypotaxe dargestellt(Z.3- , sodass die Auswirkungen dieses Konflikts verschärft werden.
Im Hauptteil werden Parataxe benutzt , um die angesprochenen Beziehungen ( Z.45 -54) zu erläutern und schließlich wird die Rolle des Dalai Lamas ebenfalls in Parataxen beschrieben. Doch der Autor greift zur weiteren Erläuterungen von Sachverhalten oftmals auf Ellipsen zurück, sodass diese Abschnitte besonders in den Mittelpunkt rücken, wie zum Beispiel bei der Beschreibung der historischen Entwicklung( 52-55), sodass diese als kompliziert erscheint, oder bei der Überschrift, wobei Interesse geweckt wird.
Der ehemalige Bundeskanzler beschränkt sich dabei jedoch nicht nur auf diese Besonderheiten, sondern er verwendet auch mehrmals Stilfiguren, mit denen verschiedene Absichten erreichen will.
Deshalb treten wiederholt Antithesen, aber auch Klimaxe und Parallelismen auf.
Bei der geschichtlichen Schilderung wird der Kontrast der beteiligten Länder durch eine Antithese verdeutlicht, sodass in diesem Fall der Bevölkerungsunterschied und damit die Rolle der Länder betont wird (Z.21), aber kurz darauf auch die unterschiedliche politische Vergangenheit charakterisiert wird (34-35).

Diese beschriebenen Merkmale lassen darauf schließen, dass Helmut Schmidt die Menschen informieren will, sie zunächst aber auch dazu auffordern will, sich über die Hintergründe klar zu werden und abschließend dazu aufruft, sich gegenüber allen Beteiligten nicht zu äußern, damit man selbst in keine ungünstige Situation gerät. Deshalb bezieht Helmut Schmidt sich selbst mit ein und spricht von „Wir“, wie zu Beginn im Untertitel ,und meint damit die deutsche Bevölkerung.
Er betont besonders die historischen Entwicklungen und die Komplexität, wobei er sich selbst dazu in der Lage empfindet,wie teilweise in der Schreibweise deutlich wird, diese Strukturen darzustellen und „uns“ darüber zu unterrichten.
Auffallend ist, dass Helmut Schmidt von Beginn an die Verbindung des Konflikts zu Deutschland herstellt, da zum einem der Deutschlandbesuch des Dalai Lamas ein Anlass des Artikels ist, zum anderen aber auch ein Missstand in der Bevölkerung, die sich von Demonstrationen oder Aufrufen beeindrucken lassen, von ihm ausgemacht worden ist, den er mit diesem Artikel, wie bereits angesprochen, „bekämpfen“ will.

Könntet ihr das einmal korriegieren?

Lieben Gruß
pcfreak92
Full Member




Anmeldungsdatum: 17.12.2006
Beiträge: 220

Verfasst am: 22 Feb 2009 - 12:27:33    Titel:

Ihr sehr also, dass ich mich damit auseinander gesetzt habe, ich bräuchte nur einmal ein Feedback oder eine andere Sachtextanalyse, um zu sehen, ob ich dabei richtig vorgehe.
Wichtig ist vor allem die strukturierte Inhaltsangabe.
Vielen Dank,
lieben Gruß
Leoni
Senior Member




Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum
Verfasst am: 23 Feb 2009 - 01:09:33    Titel: Re: Sachtext

Es macht nicht so richtig Spaß, etwas über deine Analyse zu schreiben, weil sie so viele Probleme in der systematischen Darstellung und Formulierungsschwächen zeigt. Man muss sich richtig durchkämpfen.

Nehmen wir mal die Einleitung:
pcfreak92 hat folgendes geschrieben:
In dem Zeitungsartikel ,,Tibet als Prüfstein“, der von Helmut Schmidt verfasst und in der Tageszeitung „Die Zeit“ im Juni 2008 veröffentlicht worden ist,werden die Hintergründe des Konflikts zwischen China, Tibet und dem Dalai Lama aus verschiedenen Sichtweisen beleuchtet, woraus Schmidt auf einen Kompromissvorschlag schließt.


"Aus verschiedenen Sichtweisen" würde ich rauslassen. Eine Sichtweise ist die subjektive Sicht einer Person. Das meinst du gar nicht, sondern eher "Perspektive". Der Teilsatz "woraus Schmidt auf einen Kompromissvorschlag schließt" ist mehrfach unsinnig und falsch formuliert: Wie kann man denn aus verschiedenen Sichtweisen auf etwas schließen? Wie schließt man auf einen Vorschlag? Wieso ist aus der Darstellung von Hintergründen überhaupt ein Kompromiss notwendig? Und außerdem macht Schmidt das doch gar nicht.

pcfreak92 hat folgendes geschrieben:
In dem Zeitungsartikel ,,Tibet als Prüfstein“, der von Helmut Schmidt verfasst und in der Tageszeitung „Die Zeit“ im Juni 2008 veröffentlicht worden ist, werden die Hintergründe des Konflikts zwischen China, Tibet und dem Dalai Lama beleuchtet.

Fertig! Mehr ist für einen Einleitungssatz m.E. gar nicht nötig.

pcfreak92 hat folgendes geschrieben:
In dem Zeitungsartikel ,,Tibet als Prüfstein“, der von Helmut Schmidt verfasst und in der Tageszeitung „Die Zeit“ im Juni 2008 veröffentlicht worden ist, werden die Hintergründe des Konflikts zwischen China, Tibet und dem Dalai Lama aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Im Anschluss gibt der Autor den einzelnen Konfliktparteien, der Welt und insbesondere Deutschland konkrete Handlungsratschläge

So ähnlich hast du es vermutlich sagen wollen. Aber ich finde es zu ausladend für eine Einleitung.

Und so geht mir beinahe mit deinem ganzen Text ...
Leoni
Senior Member




Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum
Verfasst am: 23 Feb 2009 - 01:33:06    Titel:

pcfreak92 hat folgendes geschrieben:
Wichtig ist vor allem die strukturierte Inhaltsangabe.

Ich finde, du strukturierst viel, aber gibst kaum Inhalte wieder.

Zitat:
Der Zeitungsartikel, der einem Essay gleicht, gliedert sich in drei Hauptabschnitte, wobei der einführende Abschnitt (Z. 1-61) zunächst über die aktuelle Ausgangssituation informiert.
Im ersten Sinnabschnitt wird die aktuelle politische Lage zwischen den Ländern China und Tibet (Z.1-21),die sich in den letzten Wochen immer weiter zugespitzt hat, beschrieben, bevor Schmidt auf die bisherige Geschichte, vor allem in politischer Hinsicht, zwischen den asiatischen Nachbarländern eingeht (Z. 22-61).

Weiß man als Leser deiner Analyse denn jetzt, inwiefern Schmidt die politische Lage beschreibt und auf die bisherige Geschichte des Landes eingeht? Du schreibst nur, DASS er es macht, aber man erfährt nichts darüber.

Den Einschub "der einem Essay gleicht" würde ich weglassen. Er trägt nichts zur Inhaltswiedergabe bei und lenkt nur ab.

So geht es mir mit deiner gesamten Inhaltswiedergabe: Wenn man als Leser deiner Analyse den Zeitungsartikel nicht kennt, weiß man nicht, was drinsteht.
Leoni
Senior Member




Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum
Verfasst am: 23 Feb 2009 - 02:15:10    Titel: Re: Sachtext

pcfreak92 hat folgendes geschrieben:
Bei der Darstellung des Artikels fällt die Hervorhebung des Autors auf, sodass dieser bereits am Anfang des Artikel genannt wird. Da es sich um den Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt handelt, erwartet der Leser automatisch eine gewisse Seriosität und erhofft sich damit einen „lesenswerten“ Artikel, in dem er grundlegend über eine Thematik informiert wird.

Dieser Abschnitt muss viel weiter nach oben. Bei jeder Analyse muss grundlegend die Frage geklärt werden, wer der Autor ist. Kein Geringerer als Alt-Bundeskanzler Schmidt (SPD) schreibt für die "Zeit" und analysiert die Situation in einem politischen Krisengebiet von weltweiter Bedeutung. Hier ist auch ein guter Ort kurz darzulegen, was die "Zeit" überhaupt ist (= wer schreibt was wann WO?) Der Anlass der Artikels, der Deutschlandsbesuch des Dalai Lama, muss auch viel weiter nach oben.

Die Autorschaft impliziert viel mehr als nur Seriosität und das Hoffen auf einen lesenswerten Artikel, sondern den geballten Sachverstand eines Mannes, der Regierungschef und damit faktisch über acht Jahre der mächtigste deutsche Politiker gewesen ist. Helmut Schmidt genießt auch beim politischen Gegner hohes Ansehen. Seine Position wäre höchstens vergleichbar mit der von Außenminister Hans-Dietrich Genscher.

Ein solcher Mann schreibt für die "Zeit". Das zeigt nicht nur die Bedeutung dieser Wochenzeitung, sondern auch die Funktion der Presse. Der Zeitungsartikel stellt nicht nur öffentliche Meinung her, sondern -indem ein Altbundeskanzler konkrete Handlungsrichtlinien aufzeigt - wird er indirekt zum Ratgeber der aktuellen Regierung.

Das wäre alles deine Analyseaufgabe. Jetzt bist DU es, der die ganzen Hintergründe und Funktionen dieses Zeit-Artikels aufzeigt. Wenn du noch weitergehen willst, dann könntest du Bezug auf die Richtlinien von Helmut Schmidts Regierungspolitik nehmen:

Zitat:
In der Außenpolitik legt Schmidt sehr großen Wert auf das Prinzip der Nichteinmischung in die Angelegenheiten souveräner Staaten. (Wiki)


Vielleicht findest du diese Haltung ja in seinem Artikel wieder.
pcfreak92
Full Member




Anmeldungsdatum: 17.12.2006
Beiträge: 220

Verfasst am: 23 Feb 2009 - 07:25:13    Titel:

du sagst ich soll bei der inhaltsangabe mehr schreiben, wie zum beispiel die politische Lage ist, bist du dir dabei sicher?

ich habe sie überarbeitet:

Strukturierte Inhaltsangabe: ,,Tibet als Prüfstein“

In dem Zeitungsartikel ,,Tibet als Prüfstein“, der von Helmut Schmidt verfasst und in der Wochenzeitung „Die Zeit“ im Juni 2008 veröffentlicht worden ist,werden die Hintergründe des Konflikts zwischen China, Tibet und dem Dalai Lama beleuchtet.

Der Zeitungsartiket gliedert sich in drei Hauptabschnitte, wobei der einführende Abschnitt (Z. 1-61) zunächst über die Ausgangssituation informiert.
Im ersten Sinnabschnitt wird die aktuelle politische Lage zwischen den Ländern China und Tibet (Z.1-21), da Tibet den Chinesen die Verwehrung der Menschenrechte vorwirft, beschrieben. Schließlich erläutert Schmidt die bisherige Geschichte, vor allem in politischer Hinsicht, zwischen den asiatischen Nachbarländern (Z. 22-61), wobei diese schon sehr lange unter dem gegenseitigen Einfluss stehen und Tibet von China oftmals ,,unterdrückt" wurde.
Der Hauptteil (Z. 63-178) beschäftigt sich zu Beginn mit den verschiedenen Positionen der Beteiligten und den gegenseitigen Einwirkungen, sodass Schmidt zunächst die Einflüsse Chinas auf Tibet charakterisiert, wobei er besonders die Entwicklungshilfe von China für Tibet betont (Z. 62-89), zugleich aber auch die Unterdrückung Tibets darstellt. Daraufhin wird die Rolle des Dalai Lamas und der Mönche beschrieben(Z. 89-107), da nicht nur der Dalai Lama, der Einfluss auf tibetische Politik nimmt, sondern auch die Mönche, die für ihre Interessen der Klöster kämpfen, diesen Konflikt verursacht haben. Anschließend erläutert Schmidt die chinesische Politik gegenüber Tibet (Z. 119-147),in der sich die Chinesen sich dem Dalai Lama gegenüber falsch verhalten haben. Als weitere Gründe nennt er die Fehler des geistlichen Oberhaupt der Tibeter (Z. 147-160), der die Rolle Chinas falsch dargestellt hat ,sodass alle Beteiligten verantwortlich sind und damit diesen Konflikt verursacht haben. Im letzten Sinnabschnitt verweist er auf deshalb einen strategischen Kompromiss als Lösungsmöglichkeit (Z.161-177), in dem die Tibeter, einschließlich des Dalai Lamas, die politische Verantwortung für Tibet an China abtreten, im Gegenzug dazu China die religiöse Autonomie der Tibeter anerkennen.
Im letzten Teil des Artikel weist Helmut Schmidt darauf hin(Z.179-Ende), dass bei keiner Lösung ein gefährlicher Nationalismus entstehen könnte, worunter besonders einzelne Menschen leiden müssten, sich schließlich aber auch die Rolle Chinas in der Welt verändern würde. Deshalb empfiehlt er der deutschen Bevölkerung, sich ab sofort neutral zu verhalten, damit die Situation nicht zusätzlich verschärft wird.


Ist sie so besser?
Leoni
Senior Member




Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum
Verfasst am: 25 Feb 2009 - 12:07:14    Titel:

Ich habe nicht die genauen Zeilenangaben und bin auch nicht so im Thema drin, aber ich würde es mir ungefähr so vorstellen:

pcfreak92 hat folgendes geschrieben:
In dem Zeitungsartikel ,,Tibet als Prüfstein“, der von Helmut Schmidt verfasst und in der Wochenzeitung „Die Zeit“ im Juni 2008 veröffentlicht worden ist, werden die Hintergründe des Konflikts zwischen China, Tibet und dem Dalai Lama beleuchtet.

In einem einführenden Abschnitt (Z. 1-21) informiert der Autor zunächst über die aktuelle Ausgangssituation: Weil China Tibet die Menschrechte verweigert, nimmt die Welt eine pro-tibetische Haltung ein. Insbesondere der Dalai Lama vereinigt aufgrund seiner Gewalt ablehnenden Haltung Sympathien auf seine Person. Als wirklichen Aggressor erkennt Schmidt die "lamaistischen Mönche und Klöster" und weist auf die Notwendigkeit hin, auf die Vorgeschichte des Konflikts einzugehen.

Im Hauptteil (Z. 22-178) führt Schmidt diese Vorgeschichte detailliert aus: Sowohl Chinesen als auch Tibeter haben in ihrer sehr alten Geschichte bis in die Gegenwart hinein nur autokratische Regierungsformen gekannt. Auf Seiten Tibets übten allerdings nicht Adel und Fürsten die Macht aus, sondern Priester und Oberpriester. Im 13. Jahrhundert herrschten bereits die Mongolen zusammen über China und Tibet. England hatte in der Kolonialzeit zuvor den Dalai Lama vertrieben, jetzt lebt er seit dem Aufstand von 1959 gegen China im Exil. Menschenechte sind geschichtlich betrachtet in China und Tibet unbekannt und auch der Kommunismus hat daran nichts geändert. Allerdings hat er nach Ansicht Schmidts Fortschritt und materiellen Wohlstand nach Tibet gebracht.

Die aktuelle Lage stellt sich nach Schmidt so dar, dass die tibetische Führung durch ihr Exildasein nur bedingte Autorität hat. Die tibetischen Mönche kämpfen nicht für die Menschenrechte, sondern aus eigenen Interessen und wollen mit Hilfe der Olympischen Spiele der chinesischen Führung einen Gesichtsverlust zufügen. Die große Mehrheit der Chinesen steht jedoch hinter der Regierung.

Zum Abschluss (Z. 119 - Ende) analysiert Schmidt die bisherigen Reaktionen auf den Konflikt und gibt konkrete Handlungsratschläge: Alle Konfliktparteien haben nach seiner Meinung unvorteilhaft agiert. Die chinesische Führung hat den Dalai Lama zum Sündenbock gemacht, stattdessen hätte sie ihn lieber zu Gesprächen einladen und gegen die lamaistischen Klöster ausspielen sollen. Der Dalai Lama hat den Gebietsanspruch Tibets zu weit gefasst. Er hätte wissen müssen, dass die Migration von Chinesen in die menschenleeren Regionen Tibets nicht aufzuhalten ist.

Wegen der chinesischen Übermacht rät Schmidt Tibet dringend einen Kompromiss an: regionale Unabhängigkeit Tibets und religiöse Freiheit mit dem Dalai Lama als Oberhaupt auf der einen Seite, Anerkennung der chinesischen Gesetze auf der anderen Seite.

Den restlichen Ländern der Welt und insbesondere Deutschland empfiehlt Schmidt Deeskalation und Nicht-Einmischung. Eine Zuspitzung des Konflikts wäre in Bezug auf die Menschenrechte nur kontraproduktiv und würde stattdessen Nationalismus fördern.



Man muss aus deiner Inhaltsangabe erkennen können, was in dem Artikel drin steht.
pcfreak92
Full Member




Anmeldungsdatum: 17.12.2006
Beiträge: 220

Verfasst am: 25 Feb 2009 - 14:58:33    Titel:

Okay, vielen Dank für deine Mühe.

Lieben Gruß!
pcfreak92
Full Member




Anmeldungsdatum: 17.12.2006
Beiträge: 220

Verfasst am: 25 Feb 2009 - 16:01:46    Titel:

http://www.zeit.de/online/2009/09/tsp-jugendliche-sexualitaet?page=2

In dem Zeitungsartikel ,,Von wegen „Generation Porno““, der von Adelheid Mülller-Lissner geschrieben und von der Wochenzeitung „Die Zeit“ am 20.02.2009 veröffentlicht worden ist, nimmt die Autorin Bezug auf die Frage, ob sich das Verhalten der Jugendlichen verschlimmert hat.
Aktueller Anlass dieses Artikels ist die öffentliche Diskussion, vor allem in den Medien, ob sich die Rolle der Jugendlichen, wie zum Beispiel der gegenseitige Umgang, zum Negativen verändert hat.

Der Kommentar gliedert sich in drei Hauptabschnitte, wobei der einleitende Abschnitt zunächst die Ausgangssituation erläutern soll: Adelheid Müller-Lissner beschreibt einen „normalen“ Jugendlichen in Deutschland, wie man ihn sich heute vorstellt, zunächst als rücksichtlos, perspektivlos und schlecht erzogen, bevor sie schließlich die verfrühten und riskanten sexuellen Beziehungen unter den Jugendlichen anspricht.
Daraufhin erläutert die Autorin im nächsten Sinnabschnitt, wie die Meinung dieser Frage in den Vereinigten Staaten von Amerika ist, wo in einem neuen Buch einer Soziologieprofessorin diese Befürchtungen als unangebracht beschrieben werden. Fachleute empfehlen dort lieber eine erhöhte Aufklärung im Bezug auf Verhütungsmittel, sodass Negativereignisse weiterhin verschwinden.

Im Hauptteil erläutert Müller-Lissner anschließend die Rolle der Jugendlichen in Deutschland: In einer Studie ist zuletzt deutlich geworden, dass sich das Verhalten der Jugendlichen, in diesem Fall im Bezug auf die Beziehung zu ihren Eltern, deutlich verbessert hat, sodass die Autorin diesem negativen Ruf der Jugendlichen nicht zustimmt, sondern die positive Entwicklung betont.
Im nächsten Sinnabschnitt kommentiert Adelheid Müller-Lissner die sexuelle und körperliche Frühreife der Jugend, wobei sie zunächst wieder eine Umfrage zitiert, indem diese Meinung keinesfalls belegt wird, sondern eine starke Differenzierung zwischen den verschiedenen Jugendlichen, den Männern und Frauen und der Herkunft aufzuweisen ist. Deshalb lässt sich die These der zunehmend frühreifen Jugend ebenfalls nicht bestätigen, es sogar ebenfalls gegenteilige Beispiele gibt. Auf Grund dieser Erkenntnis fordert Adelheid Müller-Lissner, dass man diese Fixierung auf die Frühreife in Zukunft unterlassen soll, da sie die Liebe zwischen zwei Menschen als selbstverständlich ansieht. Diese Aufforderung unterstützt sie im folgenden Sinnabschnitt mit einer erneuten Umfrage, in der kein verändertes sexuelles Verhalten festzustellen ist und sich die Verhütung unter den Jugendlichen, wie in Amerika, deutlich verbessert hat.

Im letzten Abschnitt zieht Adelheid Müller-Lissner schließlich ein Resümee: Sie verweist auf ihre vorhergehende Argumentation, sodass sich das Verhalten der Jugendlichen im Allgemeinen nicht verändert hat. Deshalb beschreibt sie daraufhin die Fragen, ob man Arbeit und einen Partner findet, als entscheidend, mit der sich die Jugend heute beschäftigt, sodass die Entwicklung der Jugend in Deutschland generell nicht verschlechtert hat.
pcfreak92
Full Member




Anmeldungsdatum: 17.12.2006
Beiträge: 220

Verfasst am: 26 Feb 2009 - 13:11:30    Titel:

Vielen Dank, die Klausur habe ich fertig.

 
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